Drucken
Kategorie: Aktuelles

"Friedenswinter 2014/2015" Gemeinsam für den Frieden – Friedenslogik statt Kriegsrhetorik

Wir sind – wie Millionen Menschen in unserem Land und weltweit – tief besorgt. Kriege breiten sich weltweit in einer immensen Geschwindigkeit aus, sie kehren mit dem Krieg in der Ukraine nach Europa zurück.

Hundertausende Tote und Verwundete, Millionen Flüchtlinge, noch mehr Hunger und Armut sind die dramatischen Folgen von Kriegen, die primär für wirtschaftliche und geostrategische Interessen geführt werden – in Europa, im Nahen/Mittleren Osten, Afghanistan und in anderen Ländern. Die NATO und besonders die USA führen weltweit völkerrechtswidrige Kriege und geben 72% der weltweiten Rüstungsausgaben aus. Die Bundesregierung ist ein aktiver Bestandteil dieser militaristischen Politik.

Politische Führungskräfte überall auf der Welt sagen uns, noch mehr (High-Tech-) Waffen, Drohnen und eine Automatisierung der Kriegsführung sowie mehr Soldaten seien sinnvoll; noch mehr Rüstung, Waffenexporte und die Ausweitung des Krieges wären notwendig, um Frieden zu schaffen. Wir aber wissen, mit mehr Krieg und noch effizienteren Waffen wird es keinen Frieden geben. Die „Logik des Krieges“ muss weltweit durch die Logik des Friedens abgelöst werden – und wir müssen jetzt hier bei uns damit anfangen.

Wir kritisieren die häufig tendenziöse Berichterstattung in den Medien, die zur Produktion von Feindbildern beiträgt.

Der Weg der Konfrontation und der Gewalt, des Hasses und der Vernichtung muss überwunden werden – gerade als Lehre aus zwei Weltkriegen und Faschismus.

Wir wollen Frieden und Überwindung von Gewalt überall auf der Welt und durch eine umfassende Abrüstung eine Welt ohne Waffen schaffen. Konflikte müssen zivil gelöst werden. Dialog, Verhandlung und das Menschenrecht auf Frieden sind unsere Werte. Die Politik der Gemeinsamen Sicherheit muss das Denken und Handeln bestimmen.

Wir brauchen die 1,35 Billionen Euro, die jedes Jahr für Rüstung ausgegeben werden, für die Überwindung von Hunger und Armut, für Ökologie und Bildung. Die globalen Herausforderungen, die uns und unseren Planeten Erde bedrohen, sind ohne Abrüstung, ohne Frieden nicht zu bewältigen.

Wir wollen:


Eine friedliche Welt ist möglich und nur eine gerechte Welt kann eine friedliche sein.


Wir wissen: Wir werden unser Ziel, Frieden schaffen ohne Waffen, die Träume von Martin Luther King, Berta von Suttner, Mahatma Gandhi und Rosa Luxemburg nicht heute und sofort erreichen. Wir werden es nur erreichen, wenn wir uns und viele andere sich engagieren und wir gemeinsam den Frieden in unsere Hände nehmen.

Den Menschenrechten, dem Völkerrecht und der internationalen Solidarität gilt unser aktives Handeln. Rassismus und Faschismus lehnen wir entschieden ab.

Frieden braucht Mut, Engagement und Solidarität.

Dafür setzen wir uns – regional, national und international vernetzt – im Friedenswinter 2014/2015 ein und fordern alle zum Mitmachen auf.

Wir wollen Mut machende Zeichen setzen:

Höhepunkte des Friedenswinters 2014/2015

Datum

Aktion

9.-19.11.2014

 

Breite Mobilisierung zur Friedensdekade der Kirchen

8.12.2014 bis 13.12.14

Aktionswoche

Vielfältige dezentrale Aktionen. u.a. symbolische Aktionen, z.B. Aufhängen von Friedensfahnen besonders auch am 10.12.2014 dem Tag der Menschenrechte

13.12.2014

regionale Demonstrationen in Berlin, Hamburg, München (12.12.), Düsseldorf, Leipzig, Heidelberg

6.-8. Februar 2015

Friedensdemonstration (7.2.) und Friedenskonferenz zur Sicherheitskonferenz (Siko) in München und zusätzlich dezentrale Aktionen

3.-6. April 2015

Ostermärsche

9. Mai 2015

Bundesweite Demonstration in Berlin zum 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

14. März 2015

2. Aktionskonferenz

An der Erarbeitung des Aufrufs waren beteiligt:

Prof. Dr. Rudolph Bauer, Gabi Bieberstein (Versöhnungsbund), Reiner Braun (IALANA), Meike Brunken (Mahnwache Göttingen), Franz Haslbeck (OCCUPEACE München), Andreas Grünwald (Hamburger Forum), Peter Jüriens (Mahnwache Bochum), Bernhard Trautvetter (Essener Friedensforum), Lutz Krügener (Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers), Thomas Bauer (Hannoveraner Friedensbündnis), Dominik Rißart (Mahnwache Düsseldorf), Wolfgang Lieberknecht (Initiative für eine gemeinsame Welt), Lucas Wirl (NaturwissenschafterInnen für den Frieden), Kristine Karch (Internationales Netzwerk No to War – No to NATO), Wiltrud Rösch-Metzler (pax christi)

Unterstützung des Aufrufs Friedenswinter 2014/2015

Wir bitten um Unterstützung des Aufrufs. Wir wenden uns dabei sowohl an Organisationen als auch an Einzelpersonen.

Wenn Ihre Organisation oder Sie den Aufruf unterstützen wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Betreff: Aufruf Friedenswinter) oder ein  Fax an: 030 31996689.

Kontakt: Aktionsbüro Friedenswinter
c/o IALANA
Marienstraße 19/20
10117 Berlin
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 030 28482482
Fax: 030 31996689
Website: www.friedenswinter.de