Palästina-Israel

"Kriegshunde"

von Uri Avnery, 3.September 2011

SO Zum GRAUEN erregende Hunde sind seit Sherlock Holms Hund von Baskerville* nicht mehr gesehen worden.

Sie sind von einem leidenschaftlichen Bewunderer, dem verstorbenen „Rabbi“ Meir Kahane herangezogen worden, der vom israelischen Obersten Gerichtshof als Faschist gebrandmarkt wurde. Ihre Aufgabe ist es, die Siedlungen zu schützen und die Palästinenser anzugreifen. Es sind Siedlerhunde oder besser Hundesiedler.

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 37

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahostinteressierte und Israel-Unterstützer,

es gibt einen Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages. Er besteht aus Mitgliedern der im Bundestag vertretenen Parteien. Vorsitzender ist Tom Königs von Bündnis 90/Die Grünen. In seinem Grußwort (siehe Internet) schreibt er, dass sich der Ausschuss bemühe, "die Ahndung weltweit begangener Delikte wie Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen voranzubringen." ... "Wir stehen im ständigen Dialog mit  Botschaften, Parlamentariern und Menschenrechtsaktivisten zahlreicher Länder. ... Menschenrechtsarbeit ohne die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen ist nicht möglich.

Die Einmauerung eines palästinensischen Dorfes und sonstige Schandtaten

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahostinteressierte und Israel-Unterstützer,

 

in der Nähe von Bethlehem liegt das kleine Dorf Al Walaja. Die israelische Armee ist dabei, es vollständig mit einer bis zu 12 m hohen Mauer oder einem stark gesicherten Zaun zu umgeben und es damit von seinen letzten Agrar- und Waldflächen vollständig abzuschneiden. Dabei fressen sich die Bulldozer durch einen uralten Wald. Die Bewohner können ihren Ort in Zukunft nur durch einen von den Israelis bewachten Tunnel verlassen oder betreten. Eine Familie liegt jetzt sogar außerhalb des Dorfes auf der Seite einer israelischen Siedlung. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie im Internet unter www.stopthewall.org oder durch Eingabe von Al Walaja bei Google.

Israel, ein Unrechtsstaat und auf dem Weg in eine Theokratie?

von Siegfried Ullmann


Liebe Friedensfreunde, Nahost-Interessierte und Israel-Unterstützer,


was würde geschehen, wenn ein israelischer radikal-zionistischer Fundamentalist nach dem Vorbild des norwegischen christlichen Fundamentalisten z. B. in der palästinensischen Stadt Ramallah eine Autobombe zünden und auch noch mit einer Maschinenpistole zahlreiche palästinensische Jugendliche umbringen würde? Würden dann anschließend wie nach dem Massaker des radikal-zionistischen Dr. med Goldstein, der in einer Moschee in Hebron ein Massaker an betenden Palästinensern verübte, in gleicher Weise die Bewohner von Ramallah mit einer Ausgangssperre bestraft? Würde dann dem Attentäter ebenfalls ein Denkmal errichtet, zu dem dann auf Staatskosten Schulklassen pilgern? Und wie würde die hiesige Öffentlichkeit auf ein derartiges Doppelattentat reagieren? Wahrscheinlich würde es in unserer Tagespresse höchstens auf Seite 4 eine kurze Notiz geben. Die von der israelischen Armee bei ihrem Großangriff auf den Gazastreifen getöteten 1400 Palästinenser haben hier auch kein besonderes Mitgefühl ausgelöst.

Die ethnische Säuberung Palästinas und Waffenlieferungen an Israel

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahost-Interessierte und Israel-Unterstützer,

 

am 1. Juni 2011, dem Jahrestag der Besetzung des palästinensischen Teils Jerusalems im Jahre 1967 zogen Tausende junger jüdischer Israelis mit israelischen Fahnen durch den palästinensischen Stadtteil und brüllten "Möge Euer Dorf brennen", "Schlachtet die Araber", „Tod den Linken“ und „Mohammed ist tot".  Und was geschah danach? Allem Anschein nach gar nichts. Die rassistischen Ausschreitungen und die Ankündigung eines Pogroms an den dortigen Palästinensern wurden auch von unseren Medien vollkommen ignoriert. Man muss sich einmal vorstellen, wenn deutsche Rechtsextremisten durch Berlin-Kreuzberg gezogen wären, deutsche Fahnen geschwenkt und die gleichen Slogans gebrüllt hätten. Das hätte doch für weltweite Empörung und für eine ausführliche Berichterstattung in allen Medien gesorgt.

Keine Aussicht auf eine Friedensregelung im Nahen Osten

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahostinteressierte und Israel-Unterstützer,

 

die Rede des amerikanischen Präsidenten Obama, in der er einen Rückzug Israels auf die Grenzen des Jahres 1967 und die Gründung eines zusammenhängenden Palästinenserstaates forderte, gaben Anlass zu Hoffnung. Diese Hoffnung wurde aber schnell wieder durch die Rede des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu vor dem amerikanischen Kongress zerstört. Netanjahu sagte unmissverständlich, das Israel nicht bereit sei, den Friedensvorschlag des amerikanischen Präsidenten umzusetzen.

Die "Gaza-Flottilla 'Stay human" will die Gaza-Blockade durchbrechen

vom IPK-Vorstand

Sehr geehrte Freunde und Freundinnen, sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchten wir Sie darauf hinweisen, dass sich zur Zeit im Mittelmeer eine neue internationale Gaza-Flotte zusammen findet - die "Gaza-Flottilla 'Stay human" die sich daran macht, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen.

Die politische Bedeutung der Aktion besteht darin, dass der israelische Staat über 1.5 Millionen Palästinenser in einem Landstrich von der Fläche der Stadt München festhält, und von allen Seiten belagert. Einer Belagerung, an der sich - entgegen zwischenzeitlich anders lautenden Meldungen - nach wie vor auch Ägypten beteiligt, dessen Militärjunta dazu mit Milliarden von Dollars - nicht nur aus den USA - bezahlt wird.