Palästina-Israel

Religiöse Fanatiker auf beiden Seiten

von Siegfried Ullmann

Leider gibt es im Nahen Osten nicht nur radikale Islamisten, sondern auch radikale nationalistisch-orthodoxe Juden. Dabei zeigt sich, dass deren Religionen durchaus Gemeinsamkeiten haben. Dem islamischen Todesurteil durch eine Fatwa (Rechtsgutachten) entspricht in gewisser Hinsicht der jüdische Fluch pulsa demura. Beide sollen den Tod der betroffenen Personen bewirken. So hatte eine Gruppe von Rabbinern den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Itzak Rabin mit diesem Fluch belegt. Rabin wurde daraufhin ermordet. Und nach dem Mord an einem Palästinenser in Dubai (offensichtlich durch den israelischen Geheimdienst Mossad),  sagte der israelische Likud-Abgeordnete Karmel Schama im Februar 2010, dass dies eine „Mizva“, eine religiöse Pflicht gewesen sei.

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 36

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahost-Interessierte und Israel-Unterstützer,

 

im Zuge der Tötung Bin Ladens wurde auch die Rechtmäßigkeit von sogenannten gezielten Tötungen diskutiert. "Es ist ja vor allem bei israelischen gezielten Tötungen so gewesen, dass meistens noch ein ganzes Dutzend anderer Leute ums Leben gekommen seien." sagte der deutsche Völkerrechtler Christian Tomuschat. Außerdem gebe es für die Betroffenen kein ordentliches Gerichtsverfahren. Das Beweismaterial beruhe meist auf Berichten von Geheimdiensten. Das Opfer habe gar keine Möglichkeit, sich rechtlich zu verteidigen. Neben Osama Bin Laden wurden auch noch sein Sohn und 5 weitere Menschen erschossen, gegen die es keinerlei Beschuldigungen gab. Von denen wurde keinerlei Notiz genommen. Der Freudentaumel der "christlichen" Amerikaner und die Bekundungen der "Christdemokraten" Merkel und Seehofer empfand ich als geradezu abstoßend.

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 35

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahost-Interessierte und Israel-Unterstützer,

ein Israel-Palästina Besucher erlebte vor einigen Jahren Folgendes: In einem palästinensischen Flüchtlingslager sah er verzweifelte, weinende Frauen und Kinder auf den Trümmern eines Hauses sitzend. Eine Nachfrage ergab, dass der Hauseigentümer einen entfernt wohnenden Neffen für eine Nacht aufgenommen hatte, nicht wissend, dass sein Neffe wegen einer Straftat gesucht wurde. Die Israelis sprengten daraufhin das Haus mit allem, was sich darin befand und machte die Familie obdachlos. Eine derartige Sippenhaft gab es zuvor nur im sogenannten Dritten Reich und im Irak des Saddam Hussein. Natürlich werden bei gleichen Delikten nur Palästinenser durch Hauszerstörungen "bestraft", aber niemals jüdische Israelis.

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 34

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Nahost-Interessierte und Israel-Unterstützer,

 

unsere Presse berichtete ausführlich von dem Sprengstoffanschlag in Jerusalem, bei dem eine
britische Touristin getötet wurde, und von den israelischen Reaktionen. Aber von den noch
zahlreicheren Toten und Verletzten, die vom israelischen Militär im Gazastreifen in den letzten
Wochen getötet wurden und vielleicht die Ursache des in Jerusalem verübten Anschlags waren,
liest man kaum etwas. Ich füge deshalb die erschütternden aktuellen Berichte von Vittorio
Arigoni (Anlage 1) und einen Leserbrief von mir (Anlage 2) zu diesem Thema bei.

In der Düsseldorfer Volkshochschule wurde die Nakba-Ausstellung über die Vertreibung der Palästinenser gezeigt.
Nach einer Intervention der dortigen Jüdischen Gemeinde verfügte der zuständige städtische Sozialdezernent ohne Begründung den sofortigen Abbau der Ausstellung wieder einmal nach dem Motto "Hurrah, wir kapitulieren!" - vor der Israel-Lobby. Diese Art von Zensur ist ein eindeutiger Verstoß gegen Artikel 5 des Grundgesetzes.

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 33

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Israel-Unterstützer und Nahost-Interessierte,

 

bei der diesjährigen Umfrage der BBC zum Einfluss von 16 Staaten auf die Welt landete Israel am unteren Ende in Gesellschaft von "Schurkenstaaten". Nähere Angaben finden Sie in den beigefügten Zitaten 21 (Anlage 1) mit weiteren sehr vielseitigen Aussagen zu Israel und Palästina. Da kann sich dann jeder ein Urteil bilden.

 

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 32

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Israel-Unterstützer und Nahost-Interessierte,

wie würden unsere Politiker, Medien und die Öffentlichkeit reagieren, wenn in Deutschland Taxis mit dem Bundesadler oder der Nationalfahne gekennzeichnet würden, damit die Kunden sicher sein können, von einem christlichen Deutschen gefahren zu werden? Oder wenn Firmen auf ihren LKWs und im Telefonbuch damit werben würden, dass sie nur christliche deutsche Arbeiter beschäftigen? - Natürlich undenkbar, dass so etwas in Deutschland geschieht und gesetzlich zulässig wäre. Aber in Israel geschieht derartiges tatsächlich, wie aus dem beigefügten Bericht (Anlage 1 weiter unten) von Gershon Baskin, der von der Jerusalem Post  veröffentlicht wurde, hervorgeht. Darin schreibt Baskin "Nun bringt meine Regierung, die von Politikern und Parteien geführt wird, direkt vor meinen Augen Gesetze heraus, die uns in die Nähe der Nürnberger Gesetze bringen." ... "Israel delegitimiert sich durch seine eigenen Aktionen."

Palästina-Israel - Info & Gedanken Nr. 31

von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde, Israel-Unterstützer und Nahost-Interessierte,

 

Nordafrika und der Nahe Osten beherrschten in letzter Zeit die Schlagzeilen. Unsere Bundeskanzlerin und unser Außenminister protestierten gegen die Gewalt mit Toten und Verletzten, die in Ägypten und in Libyen gegen die Demonstranten angewendet wurde. Aber als Israel mit Panzern und Flugzeugen gegen die Zivilbevölkerung im Libanon und im Gazastreifen vorging, gab es keine derartigen Proteste oder gar den Ruf nach Sanktionen.