Palästina-Israel

Internet-Rundbrief 24 von Siegfried Ullmann

Es hat in letzter Zeit endlich mal wieder zwei erfreuliche Nachrichten gegeben: Erstens die Feststellung des UN-Menschenrechtsratsrates, dass das Abfangen und Entern der Gazaflottille eindeutig ein Bruch internationalen Rechts gewesen sei und "einen unakzeptablen Grad an Brutalität" gezeigt habe. Zweitens die Entscheidung der EU, wegen des Überfalls auf den Gazastreifen, Israels Bemühungen um eine stärkere wirtschaftliche und politische Kooperation zurück zu weisen.

Internet-Rundbrief 23 von Siegfried Ullmann

Zu der israelischen Kommission, die die Vorgänge auf dem Schiff der Hilfsflotte Mavi Marmara untersuchen soll, gehört der pensionierte General und einflußreiche Lobbyist der Waffenindustrie Amos Horev. Dieser beteiligte sich als Mitglied der Palmach-Miliz an der Kastration eines Palästinensers, der verdächtigt wurde, versucht zu haben, eine jüdische Siedlerin zu vergewaltigen. Dieser verbrecherische Akt von Selbstjustiz hatte natürlich keine juristischen Folgen. Es betraf ja nur einen Araber. Dies war zudem kein Einzelfall. Und die Mitglieder der Haganah sangen "We castrated you, Mohammed". - Was ist das für ein Staat, in dem ein Mann mit einer derartigen Vergangenheit so eine Karriere machen kann und jetzt an einer "unparteiischen, glaubwürdigen und transparenten Untersuchung" teilnehmen soll? (Quelle: DER SEMIT 4/2010). Der Israeli Yossi Sarid schrieb in der Zeitung Haaretz „Hier herrscht bereits der Faschismus.“

 

Internet-Rundbrief 22 von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde,

 

in der Ausgabe August 2010 der Jüdischen Zeitung wird unter Berufung auf verschiedene Quellen berichtet, dass Deutschland und Israel in der Rüstungstechnik eng zusammenarbeiten - trotz der restriktiven europäischen Regeln, die Waffenexporte in Spannungsgebiete zu untersagen. So werden die Getriebe für den israelischen Panzer Merkava MK 4 von der Augsburger Renk AG geliefert, die Motoren seien von MTU in Friedrichshafen entwickelt, bei einem US-Unternehmen in Lizenz zusammengebaut und nach Israel verschickt worden. Auch die Kanonenrohre

Internet-Rundbrief 21 von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde,

 

Wie Rupert Neudeck in seinem Buch "Ich will nicht mehr Schweigen" schreibt, steht auf Dr. Goldsteins Grabstein in der Siedlung Kirjat Arba "Hier ruht der heilige Dr. Baruch Kappel Goldstein, gesegnet sei das Andenken dieses aufrichtigen und heiligen Mannes, möge der Herr sein Blut rächen, der seine Seele den Juden, der  jüdischen Religion und dem jüdischen Land geweiht hat. Seine Hände sind unschuldig und sein Herz ist rein. Er wurde als Märtyrer Gottes am 14. Adar, Purim, im Jahre 5754 (1994) getötet." - Und zu diesem Grabdenkmal für den Massenmörder Goldstein pilgern Schulklassen auf Kosten der Regierung, um dort zu beten, wie Neudeck berichtete.

 

Internet-Rundbrief 20 von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde,

 

ich muss noch einmal beispielhaft auf Stephan Kramer, den Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland zurückkommen. Bekanntlich ist Kramer zum Judentum konvertiert - an sich eine private Angelegenheit und nichts Besonderes. Sie zeigt aber die Absurdität des Begriffs "Antisemitismus". Kramer ist jetzt Jude im religiösen Sinne. Wenn ihn jemand auf ungerechtfertigte Weise verbal angreifen würde, würde dies wohl als antisemitisch bezeichnet werden. Antisemitisch? Ist Kramer denn jetzt ein Semit?

 

Internet-Rundbrief 19 von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde,

 

Besondere Hochachtung verdienen die jüdischen Menschen innerhalb und außerhalb Israels, die sich mutig und oft mit hohen persönlichen Risiken für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Interessant ist aber auch, was Heinrich Böll im Jahre 1970 in seiner Ansprache zur Woche der Brüderlichkeit sagte: "Ich zweifle daran, ob wir berechtigt sind, feierlich jener Toten zu gedenken, die Opfer des Völkermords geworden sind, wenn es uns nachweislich nicht gelingt, Völker, die in unserer Gegenwart sterben, über jene Grenze hinaus beizustehen, die unserem caritativen Impuls durch innen- und außenpolitische Rücksicht gesetzt werden." (Quelle: 3 SAT Fernsehbericht vom 10. 7. 2010: Heinrich Böll, ein "anderer Deutscher)". Wäre er heute noch unter uns, würde Böll sich wahrscheinlich noch wesentlich konkreter äußern und insbesondere die überwiegend passive Haltung der Kirchen anprangern.

Extreme Unterdrückung schaffen Terroristen und/oder  Freiheitskämpfer

von Siegfried Ullmann

Was mich bei der damaligen Hochzeit des spanischen Thronfolgers am meisten beeindruckte, war die Anwesenheit eines Mannes, der früher als kommunistischer Terrorist – z.B. von Margaret Thatcher - bezeichnet wurde: Nelson Mandela. 27 Jahre verbrachte er in südafrikanischen Gefängnissen und sitzt heute als Ehrengast zwischen gekrönten und ungekrönten Staatsoberhäuptern.