Palästina-Israel

Zum Verbot der Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH)

von Siegfried Ullmann

Offener Brief an Herrn Innenminister Dr. Thomas de Maizière
Alt-Moabit 101D, 10559 Berlin

Sehr geehrter Herr Minister de Maizière,

so einfach ist das mal wieder: Organisationen, die sich gegen Entrechtung und Unterdrückung wehren, werden zu Terroristen erklärt und Vereine, die finanzielle und politische Unterstützung leisten, verboten. Auf der anderen Seite werden aber die Unterdrücker und Freiheitsberauber, also in diesem Fall die israelische Regierung und damit auch die radikal-zionistischen Siedler sowie die israelische Armee als deren Beschützer von der Bundesregierung sowohl finanziell als auch politisch in jeder Hinsicht unterstützt. Hierzu gehört natürlich auch das Verbot der IHH. Wenn etwas zynisch ist, dann dies. Die Begründung liest sich so, als wäre sie Ihnen vom israelischen Außenminister Avigdor Lieberman wörtlich diktiert worden.

Internet-Rundbrief 18 von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

 

wenn man liest, was zum Beispiel der israelische Regierungsberater Prof. Arnon Sofer am 21. Mai 2004 in einem Interview hinsichtlich der Palästinenser im Gazastreifen forderte: "Deshalb, wenn wir überleben wollen, müssen wir töten und töten und töten. Alle Tage, jeden Tag.",  der derzeitige Israelische Außenminister Avigdor Lieberman gemäß Haaretz vom 05.11.2006 äußerte: " Wir müssen eine chirurgische Beseitigung tätigen", Rabbi Ovadia Yoseph forderte: "Ihr müßt Raketen auf sie abschießen, um sie auszurotten." und  was Benny Morris gemäß Haaretz vom 09. 01. 2004 von sich gab: "Wenn es die Umstände erfordern, wird die Ausrottung die Endlösung sein.", dann erinnert das

 

Internet-Rundbrief 17 von Siegfried Ullmann

Liebe Friedensfreunde,

 

vor 13 Jahren verlor der Israeli Rami Elehanan seine 14jährige Tochter durch ein palästinensisches Selbstmordattentat. Aber er fordert deshalb nicht blutige Rache, sondern ruft dazu auf, den einzigen Weg, der die Sicherheit aller israelischen Bürger gewährleistet, nämlich den Weg des Friedens und der Versöhnung zu gehen. Außerdem nahm er Kontakt zu Palästinensern auf, die um ihre von den Israelis getöteten Kinder trauern. Er sieht keine Trennungslinie zwischen Arabern und Israelis oder Juden und Muslimen, sondern zwischen denen, die Frieden wollen und den übrigen, die das nicht wollen, wie er in seiner Rede "Hass säen und Tod ernten" betonte. Auch wir sollten seiner Bitte entsprechen, gegen das weitere Töten auf beiden Seiten zu kämpfen, denn, wir er sagte, ist jeder, der nichts dagegen tut, ein Komplize des Verbrechens.

 

 

Internet-Rundbrief 16 von Siegfreid Ullmann

Liebe Friedensfreunde,

das  israelische Parlament, also die Knesset, ist dabei, ein Gesetz zu verabschieden, das den palästinensischen Staatsbürgern verbieten soll, am Unabhängigkeitstag der Nakba (arabisch: Katastrophe), also der gewaltsamen Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung in den Jahren 1947 und 1948 öffentlich zu gedenken. Zuwiderhandlungen sollen durch hohe Geldstrafen geahndet werden. Die frühere Ministerin für Bildung und Erziehung begründete das Gesetz mit folgenden Worte: "Wenn sie nichts haben, worüber sie trauern können, werden sie auch keinen Grund zum Rebellieren haben."

 

60 Jahre Israel – 60 Jahre Entrechtung der Palästinenser

von Dieter Riebe

Das jüdische Volk hat jahrhundertelange Verfolgung und immer wieder aufflackernde Pogrome erlebt. Der vorherrschende Antisemitismus im Europa des 20. Jahrhundert erlebte ihren Höhepunkt im Holocaust von Nazi-Deutschland. Der Staat Israel entwickelte sich Ende des 19. Jahrhundert aus der „zionistischen Bewegung“ heraus, die einen eigenen Staat beanspruchte und wurde 1948 im bereits besiedelten Palästina gegründet.

Die Geschichte nimmt uns Deutsche in die Pflicht einer „Wiedergutmachung“ gegenüber dem jüdischem Volk. Dies zeigt sich heute noch in der Unterstützung von Israel. Doch genauso wie wir eine historische Verpflichtung für Israel haben, so sind wir heute aus humanitären Gründen in der Verantwortung dem palästinensischen Volk gegenüber. Eine Unterstützung Israel darf nicht so weit gehen, dass sie bedingungslos erfolgt. Wer Unrecht und eine Gewaltpolitik verfolgt, muss Kritik erfahren.

Menschenrechte Palästina

von S. Ullmann

Die Medien berichten ständig und ausführlich von den Angriffen der iranischen Sicherheitskräfte auf oppositionelle Demonstranten, bei denen es auch Tote und Verletzte gibt. Aber von den brutalen Angriffen der israelischen Sicherheitskräfte auf die gewaltlosen Demonstranten, die gegen die Enteignung ihres Landes in den Dörfern Bilin, Nilin und Jayyous im Westjordanland protestieren, steht kein Wort in der Tagespresse.

Ein Aktueller Bericht und Gedanken zur Lage aus dem Gazastreifen

von Dr. Abed Schokry aus dem Gazastreifen vom Mittwoch, den 17.11. 2009,


Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen, Liebe Freunde,

Es ist lange her, seit ich Ihnen/Euch ein Rundschreiben gesendet habe…. Die Verzweiflung und die Frage nach dem –WARUM- waren sehr stark… Die fehlende Perspektive und die Hoffnungslosigkeit sowie dass ich keinen Licht am Ende des Tunnels blicken kann, haben bei mir zu dieser Stagnation geführt. Meine Arbeit an der Uni widme ich sehr viel Zeit…. Und die sozialen Verpflichtungen nehmen auch einen nicht kleinen Anteil meiner Zeit in Anspruch…Die ganze Zeit, hoffte ich, Ihnen bzw. Euch einmal eine sehr gute Nachricht mitzuteilen aber ich warte immer noch sehnsüchtig danach….