Meinungen

"Der Militärisch-industrielle Komplex ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden"

ein Interview von Jens Berger mit Mohsen Massarrat auf NachDenkSeiten.de

Kriege beginnen mit Lügen, die von Geheimdiensten verbreitet gestreut und von den Medien dann verbreitet werden. Kriege lösen keine Konflikte, sondern schaffen neue. Aber Kriege sichern auch Rohstoffe, erschließen Märkte und bringen Profit. Ist es wohl möglich, dass hinter all den nachweislichen Kriegslügen der letzten Jahre und Jahrzehnte sowie dem darauf initiierten Morden, das uns stets aufs Neue als „Notwehr“, „Menschenfreundlichkeit“ oder „Kampf für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ schmackhaft gemacht wurde, und das oftmals Plänen folgte, die bereits seit Jahren oder Jahrzehnten in den Schubladen der Mächtigen lagen, sehr konkrete Interessen und Akteure stehen, die strategisch agieren und in der Lage sind, Kriege anzuheizen und initiieren? Folgt die Kriegslogik also auch einer Profit- und Interesselogik, die zu bestimmten Instanzen zurückzuverfolgen ist? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit Mohssen Massarrat, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac.

Propaganda - Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit

von Jakob Reiman (von der Webseite Free21)

Propaganda ist ein unverzichtbares Tool, um die Bevölkerung auf Kriegskurs zu bringen. Der Vietnamkrieg, der Golfkrieg, der Irakkrieg – sämtliche militärischen Abenteuer der USA seit ‘45 basieren auf Lügengeschichten. Die Lügen der Vergangenheit müssen genutzt werden, um uns gegen aktuelle Kriegspropaganda zu immunisieren.

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“, heißt es. Diese Floskel soll verdeutlichen, dass im Krieg die Lüge ein wesentliches tool ist, dass Krieg ohne Propaganda, ohne Gehirnwäsche nicht möglich ist. Krieg und Wahrheit sind inkompatibel.

Doch die Aussage stimmt so nicht ganz. Denn die Wahrheit stirbt bereits lange Zeit vor dem Krieg. Ihr Ableben ist Vorraussetzung, dass Krieg überhaupt erst gedacht werden kann. Noch bevor der erste Schuss abgefeuert wird, der erste Springerstiefel feindlichen Boden betritt, liegt die Wahrheit lange schon in Stücken, missbraucht, vollkommen impotent.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs basiert jeder vom US-Imperium geführte Krieg auf Lügen. Die „Mutter aller Lügen“, die als rahmendes Grundgerüst alle anderen gebiert, ist die allumfassende, die alles rechtfertigende Lüge:
Der Kampf Gut gegen Böse.

Vorsicht, Verschwörungstheorie!

Ein Interview von Jens Wernicke mit dem Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser:

"...Haben Sie es auch schon gelesen: Auf Friedensdemonstrationen trifft man heutzutage angeblich viele Rechte an. Die meisten, die das Völkerrecht verteidigen oder die Auswüchse des Casino-Kapitalismus kritisieren, sind latente Antisemiten. Wer gegen TTIP ist, verbirgt hinter linker Attitüde vielleicht nur dumpfen Nationalismus und Querfront-Sympathie. Und diejenigen, die nicht gleich alles glauben, sondern auf Ungereimtheiten auch hinweisen und sich der Mehrheitsmeinung nicht per se beugen: das sollen alles Spinner sein, denn sie glauben an „Verschwörungstheorien“. Was aber meint dieser Begriff eigentlich? Wo kommt er her? Und warum wird er aktuell so häufig verwandt? Darüber sprach Jens Wernicke mit dem Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, den Medien und interessierte Kreise seit einiger Zeit selbst als „Verschwörungstheoretiker“ zu diskreditieren versuchen.
 
Das Interview:

Der Parlamentsvorbehalt wird abgeschafft

Schritt für Schritt und unter selbstgeschaffenen Vorwänden

von Jascha Jaworski (http://www.maskenfall.de)

Die Bundesrepublik soll nun wieder ein Stück „moderner“ werden. Die ganz Große Koalition unternimmt nämlich einen weiteren Schritt, um das Parlament von solchen Entscheidungen zu befreien, bei denen ohnehin feststeht wie sie ausgehen sollen. Eingebracht ins Plenum wird eine Gesetzesinitiative zur sog. „Fortentwicklung der parlamentarischen Beteiligung bei der Entscheidung über den Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Ausland im Zuge fortschreitender Bündnisintegration“.

Eine Armee zur „Landesverteidigung“ ist die Bundeswehr freilich schon länger nur noch für diejenigen, die die „Sicherheit Deutschlands“ „am Hindukusch verteidigt“ sehen (welches Land belegt noch den 2. Platz der meisten Menschen, die vor Kriegsfolgen in die EU fliehen?) oder die eben davon überzeugt sind, dass „Landesverteidigung“ auch in Hinblick auf die Bananenregale im Supermarkt keinen Halt machen kann.

Wie der Westen Terrorismus erzeugt

von Andre Vltchek

Terrorismus hat viele Formen und viele Gesichter, aber das schrecklichste daran ist die kalte Grausamkeit.

Wir werden aufgefordert zu glauben, dass Terroristen schmutzige Verrückte sind, die mit Bomben, Maschinenpistolen und explosiven Gürteln herumrennen. So sollen wir sie uns vorstellen.

Viele von ihnen sind bärtig, fast alle „ausländisch aussehend“, nicht-weiß, nicht-westlich. Kurzgefasst: sie sind Frauenverprügler, Kindervergewaltiger und Zerstörer griechischer und römischer Statuen.

Genau genommen gab es während des Kalten Krieges einige weiß aussehende „Terroristen“ – die Linksaußen, die zu verschiedenen revolutionären Zellen gehörten, in Italien und anderswo in Europa. Aber erst jetzt erfahren wir, dass die Terrorakte, die ihnen zur Last gelegt wurden, tatsächlich vom Imperium, von einigen europäischen Rechts-Regierungen und Geheimdiensten verübt wurden. Sie erinnern sich, die NATO-Länder sprengten diese Züge in den Tunnels oder bombardierten ganze Bahnhöfe...

Es „musste getan werden“, um die Linke zu diskreditieren, einfach um sicherzustellen, dass die Leute nicht so unverantwortlich wurden, für die Kommunisten oder echte Sozialisten zu stimmen.

Syrienkrieg: SPD-Parteiaustritt von Prof. Dr. Joseph Dehler

Zur Nachahmung empfohlen
Der ehemalige Rektor der Fachhochschule Fulda, Prof. Dr. Joseph Dehler, ist wegen der Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion nach über 40 Jahren aus der Partei ausgetreten. Die Osthessen News dokumentieren seine lesenswerte Erklärung hierzu im Wortlaut. Darin heißt es u.a.: „Nachdem der Deutsche Bundestag dem ‚Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte zur Verhütung und Unterbindung terroristischer Handlungen durch die Terrororganisation IS‘ mit den Stimmen der SPD im Einklang mit der ‚Großen Koalition‘ zugestimmt hat, kann und möchte ich Ihrer (vormals ´unserer`) Partei nicht mehr angehören. Am meisten entsetzt mich, dass nur 28 von 193 Bundestagsabgeordneten der SPD eindeutig gegen die Teilnahme am Krieg in Syrien gestimmt haben.

Syrien-Einsatz - Die Schlafwandler rücken aus

Wieder einmal in den Krieg. Auf nach Syrien gegen den Islamischen Staat!
Die Bundesregierung handelt kopflos - das ist gefährlich.

Ein Essay von Arno Luik   Weiterlesen im Stern