Meinungen

Ein offener Brief an alle Kriegspolitiker dieser Welt: Es Reicht! Haut ab!

von Jürgen Todenhöfer

EIN BRIEF IM ZORN

"Sehr geehrte Präsidenten und Regierungschefs! Ihr habt mit eurer jahrzehntelangen Kriegs-und Ausbeutungspolitik Millionen Menschen im Mittleren Osten und in Afrika ins Elend gestoßen. Wegen euch flüchten weltweit die Menschen. Jeder 3. Flüchtling in Deutschland stammt aus Syrien, Irak und Afghanistan. Aus Afrika kommt jeder 5. Flüchtling.

Eure Kriege sind auch Ursache des weltweiten Terrorismus. Statt ein paar 100 internationale Terroristen wie vor 15 Jahren haben wir jetzt über 100.000. Wie ein Bumerang schlägt eure zynische Rücksichtslosigkeit jetzt auf uns zurück.

Wie üblich denkt ihr nicht daran, eure Politik wirklich zu ändern. Ihr kuriert nur an den Symptomen herum. Die Sicherheitslage wird dadurch jeden Tag gefährlicher und chaotischer. Immer neue Kriege, Terrorwellen und Flüchtlingskatastrophen werden die Zukunft unseres Planeten bestimmen.

Fluchtursachen, nicht Flüchtlinge bekämpfen.

von Rainer Erös (Kinderhilfe-Afghanistan)

Von „Asylmißbrauch“ sprechen auch in Bayern unüberlegt verantwortliche Politiker. Der Begriff „Mißbrauch“ assoziiert in nicht wenigen Köpfen Straftaten wie „Kindesmißbrauch“ und setzt damit zumindest sprachlich Flüchtlinge mit „Verbrechern“ auf eine Stufe. Die Formulierung „Mißbrauch“ ist also nicht nur verwerflich, sondern juristisch falsch, in der Sache unsinnig und politisch “brand“-gefährlich. Rechte Dumpfbacken fühlen sich ermuntert, den Kampf gegen „Mißbrauch“ in eigene Hände zu nehmen und ihn mit Bierflasche in der Linken und Brandbeschleuniger in der Rechten umzusetzen.

70. Jahrestag von Hiroshima und Nagasaki mahnen - Atomwaffen abschaffen – jetzt!

von Joachim Schramm (Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW)
Ansprache in Köln, Aachener Weiher, 5. 8. 2015

Der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer sprach in den 50er Jahren – er war inzwischen Bundeskanzler – davon, die Atomwaffe sei doch nur eine Weiterentwicklung der Artillerie. Dies ist eines der herausragenden Beispiel dafür, wie die schreckliche Wirkung der Atomwaffen bis heute verharmlost wird, um so ihre Existenz zu rechtfertigen. Doch die Atombombe ist keine Waffe wie jede andere.

Jeder ist mit seinen Möglichkeiten, die Welt zum Positiven zu verändern, in der Verantwortung.

von Dieter Riebe

Seit es die Massenvernichtungsmittel wie Atombomben gibt, sind wir alle ständig unmittelbar bis auf das Äußerste gefährdet. Doch brauchen wir uns auch nichts vor zu machen. Auch ein großer konventioneller Krieg würde eine totale Vernichtung unserer modernen Welt bedeuten. Unsere Vernichtung können wir BürgerInnen aber nur vor dem Krieg verhindern. Wenn ein Krieg begonnen hat, haben wir keine Möglichkeiten mehr, etwas gegen unserer eigenen Vernichtung zu tun, dann wird der Krieg unser aller Wohlstand und Leben zerstören.

Verschweigen als Methode zur Meinungsmache

Die Wahrheit ist bekanntlich das erste Opfer des Krieges. Albrecht Müller zeigt in einem lesenswerten Beitrag auf den "Nachdenkseiten" auf, wie durch willkürliches Setzen des "Anfangs" und Weglassen vorausgegangener Entwicklungen in Massenmedien Meinungsmache betrieben wird. Dabei geht er u. a. auf das Flüchtlingselend, den "Islamischen Staat" und die Ukraine-Krise mit der sog. Annexion der Krim […]

Weiterlesen bei NachDenkSeien

Gewerkschaften verstehen sich als Teil der Friedensbewegung

Gewerkschafter-innen für Frieden und Solidarität

Die Rede von Horst Schmitthenner (Ehemaliges geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) auf der Demonstration und Kundgebung am 9.Mai 2015 in Bochum

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Tat: es ist an der Zeit und wir sagen, Krieg und Militär lösen keine Probleme. Kriege kommen nicht über uns, sie werden verbreitet und gemacht.

Die aktuelle weltweite Kriegslandschaft von Mali über den Sudan dem Horn von Afrika, Libyen, Jemen, Naher Osten, Gaza, Syrien, dem Irak, der Ukraine und Afghanistan zeigt die Sinnlosigkeit militärischer Intervention. Nirgendwo haben Kriegseinsätze zu mehr Frieden, Demokratie oder Stabilität geführt, sondern nur soziale Verwüstungen angerichtet.

Dennoch: für die heute Verantwortlichen werden Militär und Krieg wieder zunehmend zum Mittel der Politik. Die Bundeswehr wird seit Jahren für internationale Kriegsführungsfähigkeit und für weltweite militärische Intervention umgerüstet. Die höchsten Spitzen des Staates beanspruchen wieder eine deutsche Großmachtrolle in der Welt.

Europa hat die Wahl

von Paul Craig Roberts (USA)

Washington fährt fort, Europa in Richtung eines der beiden am ehesten wahrscheinlichen Ergebnisse des orchestrierten Konflikts mit Russland zu treiben. Entweder wird Europa oder die Regierung eines Mitgliedslands der Europäischen Union sich von Washington aufgrund der Sanktionen gegen Russland lossagen und dadurch die EU vom Pfad des Konflikts mit Russland loszwingen, oder Europa wird in einen militärischen Konflikt mit Russland gestossen werden.