Palästina-Israel

Israel - Rassismus gegen die Palästinenser

von Siegfried Ullmann

Die israelische Politik gegenüber den Palästinensern ist zutiefst rassistisch: Diskriminierung der Palästinenser auf allen Gebieten. Jüngstes Beispiel ist die Entscheidung des Obersten Gerichts, die Ehepartnern von arabischen Israelis den Zuzug nach Israel verweigert, wenn es sich zum Beispiel um Palästinenser/innen aus dem Westjordanland oder aus dem Gazastreifen handelt. Die Genehmigung einer derartigen Zuwanderung sei "ein Akt nationalen Selbstmords". Man muss sich einmal vorstellen, wenn Ähnliches in europäischen Ländern geschehen würde. Ist man im Grunde genommen nicht ebenfalls ein Rassist, wenn man sich mit der israelischen rassistischen Regierung und deren Politik nicht nur identifiziert, sondern diese auch noch aktiv unterstützt??

 

Israel - Der gestohlene Krieg

von Uri Avnery

GIBT ES keine Grenze für die Niederträchtigkeit der Hamas ? Anscheinend nicht.

In dieser Woche tat sie etwas nahezu Unverzeihliches.

Sie stahl einen Krieg.

SEIT EINIGEN Wochen hat unser fast neuer Generalstabschef Benny Gantz bei fast jeder möglichen Gelegenheit verkündet, ein neuer Krieg gegen den Gazastreifen sei unvermeidbar. Mehrere Kommandeure der Truppen rund um den Gazastreifen haben diese schlimme Voraussage wiederholt wie auch ihre Anhänger, die sogenannten Militärkommentatoren.

Israel - Besatzung, Demokratie und Recht

Zum Umgang der israelischen Justiz mit dem Völkerrecht

von Norman Paech

Wenn die deutschen Medien nur einen Bruchteil des Aufwandes auf brächten, mit dem sie versuchen den Libyen-Krieg der NATO zu rechtfertigen, um über den täglichen Krieg in den von Israel besetzten Gebieten zu berichten, bräuchten sie lediglich aus den wöchentlichen Reports des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UNOCHA) zu zitieren. So könnte man aus den Meldungen der dritten Woche im November 2011 z.B. eine Ahnung erlangen, unter welchen Bedingungen die Palästinenser derzeit zu leben haben:

Israel - Das Westjordanland wird betoniert

von Susanne Götze

Mitri Raheb, der Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, hofft nach dem vorläufigen Scheitern in den Vereinten Nationen nicht mehr auf ein unabhängiges Palästina

Die Gemeinde Bethlehem ist mittlerweile auf allen Seiten von israelischen Siedlungen umgeben. Trotzdem kämpft Pfarrer Mitri Raheb jeden Tag für ein starkes Palästina. Seit 1995 leitet er nicht nur eine christliche Gemeinde in einem der größten Konfliktherde der Welt, sondern baut Schulen, bildet aus, ruft Kulturprojekte ins Leben. Mit seinem Netzwerk Diyar ist er mittlerweile der drittgrößte Arbeitgeber der Region: Raheb hat kein Vertrauen mehr in die Politik, deshalb will er selbst „Fakten schaffen“.

"Breaking the Silence" - Aussagen israelischer Soldatinnen Teil 1


Die israelische Organisation „Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“) – wurde von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, die in den besetzten Gebieten ihren Dienst ableisteten gegründet. Sie wollen die israelische Gesellschaft und der Welt aufzeigen, unter welchen tatsächlichen Bedingungen die Palästinenser unter der Besatzungspolitik zu leben haben. Sie sind der Meinung, dass die israelische Besatzungspolitik beendet werden muss, damit ein Friede mit den Palästinensern möglich werden kann. Dazu muss die Öffentlichkeit über die Folgen der Besatzung, unter der die Palästinenser zu leiden haben, aufgeklärt werden, damit sie versteht, dass Unterdrückung nie zum Frieden führen kann.

Zusammenstellung und Übersetzung von Siegfried Ullmann

"Breaking the Silence" - Aussagen israelischer Soldatinnen Teil 2

Aus der Aussage 1 einer Ersten Unteroffizierin der Grenzpolizei:

"Eine Soldatin muss sich wohl mehr selbst beweisen, auch bei den Einsätzen. Eine Soldatin, die zuschlagen kann, ist auch eine gute Kämpferin. Fähig. Eine Knochenbrecherin. Ich war da mit einer zusammen, als ich dort hin kam, die war da schon lange. Sie war - Wow, jeder sprach über sie, was für Schneid sie hatte, denn sie konnte Araber demütigen, ohne mit der Wimper zu zucken. Das war es, was man erwartete."

Israel - In einem Friedensprozess zählen nicht verlogene Worte sondern Taten!


von Siegfried Ullmann

 

Liebe Friedensfreunde, Nahost-Interessierte und Israel-Unterstützer,

 

immer wieder wird von einem Friedensprozess gesprochen, aber einen solchen gibt es nicht. Es gibt tatsächlich nur einen Vertreibungs- und Vernichtungsprozess zu Lasten des palästinensischen Volkes. Besonders hart trifft es die beduinische Bevölkerung in Palästina und in Israel. Zum Teil wird Ihren Dörfern die Anerkennung verweigert, so dass sie keine Verkehrsanbindung, keine Postzustellung, keine Schule, keinen Strom und weder eine medizinische, noch eine Wasserversorgung erhalten. Immer wieder kommt das Militär mit Bulldozern, zerstört ihre ärmlichen Hütten oft einschließlich des Hausrats, versiegelt die Brunnen, demoliert die Zisternen und beschlagnahmt ihre Tankwagen, häufig unter dem Vorwand, dass das Gebiet zur Aufforstung durch den israelischen Nationalfonds vorgesehen sei.