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Krieg und Frieden


Wann wird der Drang nach Frieden

wie Hunger und Durst

notleidender Menschen gestillt?

Wann wird dieser Wunsch,

dieses Sehnen und Streben

einer kriegsmüden Welt

endlich erfüllt?

Des Krieges Buchstaben, Holzschnitt, Rudolf Warnecke

Wann nimmt der Wahsinn ein Ende.

Wann gibt man sich in Frieden die Hände.

Oder ist alles nur Rhetorik,

ein politisches Palaver ohne Sinn,

ohne Bedeutung?

Ist Frieden nur eine vorübergehende Pause

in unfriedlicher Handlung?

Wann haben Grausamkeit des Krieges

und Feindschaft ein Ende

durch aufrichtig freundliche Herzenswandlung?

Ist Frieden ein wahrhaftiges Ziel,

oder nur ein ewiges Thema aus Langeweile

nur so zur Unterhaltung?

Erwarten, erbitten und erhoffen wir zu viel?

Wann gibt es für das Leben der Menschheit

endlich eine dauerhaft menschliche Gesinnung

und friedliebende Gestaltung?


von © Gerhard A. Fuerst (*1936), USA 2013

Illustration:

Holzschnitt von Rudolf Warnecke (1905-1994)
Creative Commons Lizenz: Creative Commons Lizenzvertrag

Gedicht von Friedrich von Longau (1605-1655)

Kategorie: Friedens-Gedichte